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30 Jahre Schädlingsbekämpfung

Steinmarder
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Biologie und Lebensweise Der Steinmarder ist mit einer Körperlänge von 40 bis 50 cm etwas kleiner als eine Katze. Sein Schwanz ist etwa halb so lang wie der Körper. Das Fell ist einheitlich graubraun. Im Halsbereich zeichnet sich ein weißer Kehlfleck ab, der sich zu den Vorderbeinen meist gabelt. Er frisst, was er am leichtesten erbeuten kann, also z.B. auch Aas oder vom Menschen hinterlassenen Lebensmittelmüll. Im Winter und Frühjahr ernährt er sich überwiegend von Kleinsäugern, Insekten und Vögeln. Spätsommer und Herbst ist zur Zeit der Obstreife seine Ernährung überwiegend vegetarisch. Die Paarungszeit ( Ranz ) des Steinmarders fällt in den Zeitraum Juni bis August. Wie auch bei anderen Wildarten umfasst die Tragzeit des Steinmarders ( der Fähe ) eine Keimruhe. Die befruchtete Eizelle entwickelt sich nach einigen Teilungen nicht weiter, sondern wird bis Mitte Januar eingelagert. Erst jetzt beginnt die eigentliche Embrionalentwicklung. Um sicher zu stellen, dass der Nachwuchs in einer Zeit geboren wird, in der wieder ausreichend Nahrung zur Verfügung steht, werden die jungen Marder erst ca. 9 Mon. nach der Paarung geboren. Die durchschnittliche Wurfgrösse beträgt 3 bis 5 Welpen. Der Geburtstermin liegt zwischen Anfang März und Mitte April. Die jungen Marder wiegen jetzt ca. 30 Gramm und haben die Augen noch geschlossen. Diese öffnen sich nach ca. 35 Tagen. Nur wenige Tage später beginnen sie mit der Aufnahme fester Nahrung. Unter Führung der Mutter beginnen sie das Nest zu verlassen und ihre Umgebung zu erkunden. Der männliche Marder( Rüde ) ist nicht an der Aufzucht beteiligt. Ende September sind die Jungtiere selbstständig. Der Familienverband löst sich auf. Schon im darauffolgenden Jahr sind die jungen Marder geschlechtsreif. Somit kann ein Marderweibchen bereits im Alter von 24 Monaten zum ersten Mal Junge bekommen. Steinmarder können in Gefangenschaft über 10 Jahre alt werden. In freier Wildbahn wird dieses Alter jedoch selten erreicht. Nur ein geringer Teil der Marder erlebt die ersten 2 Lebensjahre. Die immer höher werdende Verkehrsdichte trägt einen großen Anteil dazu bei. Steinmarder verständigen sich untereinander durch Laute und Geruchssignale. Sie haben ein relativ fest gefügtes Revier. Dieses wird gegen gleichgeschlechtliche Artgenossen energisch verteidigt.