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30 Jahre Schädlingsbekämpfung

TAUBEN
Verwilderte Haustauben
volumbia livia domestica Allgemeines
Verwilderte Haustauben bringen in der Regel katastrophale Folgen mit sich und stellen Hausbesitzer diesbezüglich vor enorme Probleme, denn neben Kotverschmutzungen sind sie gefährliche Krankheitsüberträger.
Schaden
Eine Taube produziert pro Jahr etwa
5-6 Pfund Trockenkot, was sich bei der Summierung der Kotmenge eines Schwarmes zu beträchtlichen Mengen steigert.
Gebäude werden so stark verschmutzt, dass diese durch den salpetersäurehaltigen Kot in großem Umfang geschädigt werden.
Aber nicht nur Kot schädigt das Gemäuer, sondern auch der zur Verdauung der Tauben benötigte tägliche Bedarf an Grit (Sandstein). Des weiteren schleppen die Tiere Körner aller Art mit sich oder scheiden diese unverdaut wieder aus, so dass sich auf Dächern, Dachrinnen oder an Mauersimsen eine üppige Vegetation bilden kann. Weiterhin kommt es zu massiven Geruchbelästigungen durch den stinkenden Taubenkot
Krankheitsüberträger & Hygienegefahr
Viel schwerwiegender, als die oben beschriebenen Folgen des Taubenkots ist die Tatsache, dass verwilderte Haustauben nicht nur eine Gefahr für die Hygiene sind, sondern ebenso Krankheiten übertragen. Insbesondere Salmonellen sind teilweise in hohen Prozentsätzen in den Beständen der Tiere nachgewiesen. Darüber hinaus ist auch die auf den Menschen übertragbare Tuberkulose in vielen Schwärmen verbreitet. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass verwilderte Haustauben Rassetauben infizieren und sich die Krankheit so einen Weg zum Menschen bahnt.
In Taubennestern und in den Schlafplätzen der Tiere entwickelt sich eine Vielfalt von Gliederfüßlern, die von hier aus ihren Weg zum Wohn- und Arbeitsbereich des Menschen nehmen. Besonders hervorzuheben ist hier die Taubenzecke. Taubenzecken sind äußerst robust und können eine längere Hungerperiode schadlos überstehen. Auch sind sie relativ unempfindlich gegenüber physikalischen und chemischen Einflüssen, was ihre Bekämpfung wesentlich erschwert.

Ambitec schützt Ihr Gebäude mit folgenden Systemen:
Ambitec Vogelspikes ( Tauben-Spitzen )
Ist ein nicht rostendes System aus V2A-Edelstahl zur Taubenvergrämung. Mit unserem speziellem UV-beständigem Kleber kann das System auf jeden sauberen Untergrund aufgeklebt werden. Alternativ können die Spikes auch vernietet oder verschraubt werden. Sie haben sich auch bestens an Dachrinnen bewährt.

Ambitec Netz-System
Die Montage von Netzen, vorausgesetzt das Netz ist einwandfrei montiert, ist die beste Möglichkeit Gebäude gegen den Anflug und das Einnisten von Vögeln zu schützen. Sie sind für alle Stufen des Besiedlungsdrucks, von leicht bis schwer, verwendbar.
Das Ambitec Netz-System kann praktisch überall montiert werden können. Egal ob horizontal oder vertikal, es gibt diverse Befestigungsmöglich-keiten. Bei einer fach- und sachgerechten Vernetzung besteht für die Vögel kein Verletzungsrisiko.
Die Netze bestehen aus Polyetylen oder Polypropylen. Sie sind UV- beständig, saugen sich nicht voll Wasser und verrotten nicht. Die Netze gibt es in verschiedenen Farben ( schwarz, steinfarben, oliv, transparent ) und Maschenweiten von 20 mm, 30 mm und 50mm.


Herkunft - Lebensweise - Biologie

In Deutschland gibt es mehrere wildlebende Taubenarten, wobei die verwilderte Haustaube in den Städten eine besondere Stellung einnimmt. Sie stammt ohne Zweifel von der Felsentaube ( columbia livia ) ab, allerdings ist es kaum möglich, einen direkten Bezug herzustellen.
Verschiedene Züchtungen über mehrere Jahrtausende und wild erbrütete Nachkommen lassen einen Zugriff auf die Felsentaube kaum mehr zu. Die Zerstörung vieler Taubenschläge im 2. Weltkrieg, die günstigen Nistmöglichkeiten in Ruinen, sowie die intensive Fütterung durch den Menschen hat dazu beigetragen, dass der Siegeszug unvermindert anhält.

Das Farbspektrum der Gefieder ist sehr reichhaltig gefächert, von schwarz, weiß, blau bis braun. Ebenso variabel ist die Größe der Tiere, welche zumeist bei ca. 35 cm liegt; sie wiegen zwischen 350 und 500 Gramm.
Die verwilderten Haustauben haben ihre Fressgewohnheiten dem Lebensraum Stadt angepasst, wobei das Spektrum über Brot, Brötchen, Bockwurst, Abfälle von Fast- Food bis hin zu Ketchup, Mayonnaise und Senf reicht.
Anpassung wird von allen Lebewesen der Erde gefordert, es gibt aber Verhaltensweisen, die sich nur sehr schwer und langfristig ändern lassen. Die verwilderte Haustaube ist von Natur aus Höhlenbrüter und nistet nach ihren von der Felsentaube abstammenden Bedürfnissen. Aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegen Kälte und Zugluft legen sie ihre Nistplätze zumeist auf geschützten Süd- und Ostseiten von Gebäuden an. Straßenbrücken, versteckte Winkel von Kirchtürmen oder defekte Dächer mit Zugang zum Dachboden sind vorrangig genutzte Plätze. Weniger gegen Witterungsverhältnisse geschützte Plätze bilden hier eher die Ausnahme.

Weniger konformes Verhalten zu Ihrer Abstammungsrasse zeigt die verwilderte Haustaube bei der Anzahl der Bruten pro Jahr. Im Gegensatz zur Felsentaube, welche 2-3 Bruten jährlich zieht, bringt es die verwilderte Haustaube unter guten Bedingungen nicht selten auf 10 Bruten. Knapp 4 Wochen nach dem Schlüpfen verlassen die Jungtauben das Nest und sind nach ca. 6 Monaten geschlechtsreif. Nur Winterbruten schränken die Vermehrungsrate ein, da diese aufgrund der niedrigen Temperaturen seltener überleben können. Des weiteren sorgt eine mangelnde Trinkwasserversorgung in heißen Tagen für eine Dezimierung des Bestandes, aber trotz dieser Einschränkung gibt es bei der verwilderten Haustaube noch immer ein beträchtliches Vermehrungspotential.

Tauben treten oft in Schwärmen auf. Diese beschränkt sich aber nicht nur auf das gemeinsame Auftreten, sondern gibt es hier auch feste Futter- und Nistplätze. Abnormes Verhalten oder plötzliches Auffliegen eines Tieres führt innerhalb von Sekunden zur Flucht des gesamten Schwarmes. Im Gegensatz dazu können die verwilderten Haustauben sehr zutraulich werden und fressen bei Gewöhnung an den Menschen sogar aus der Hand.