Site logo

30 Jahre Schädlingsbekämpfung

Ambitec_logo3d
SAMSTAG, 23. AUGUST 2003
STARKENBURGER ECHO Krabbelndes Spezialgebiet Kammerjäger - Groß-Rohrheimer Andreas Müller erläutert in der ARD, wie die Branche vom Negativ-Image loskommen will VON SABINE WEIDNER (GROSS-ROHRHEIM).
andreasmueller_460
Andreas Müller
Fachmann: Andreas Müller aus Gross-Rohrheim hat im erstenFernsehprogramm der ARD über die Arbeit eines Kammerjägers berichtet und Tipps gegeben, wie man sich lästige Plagegeister vom Hals schafft. Das Image seines Berufsstandes müsse sich in Deutschland allerdings noch ändern, in den USA sei der Berufsstand viel höher angesehen. Alle unliebsamen Krabbel-, Kriech- und Fliegtiere sind sein Spezialgebiet: der Groß-Rohrheimer Schädlingsbekämpfer Andreas Müller stand Rede und Antwort im ARD - Mittagsbuffet. Zum Thema „Schädlingsbekämpfung – Tipps vom Kammerjäger“ war der Spezialist aus der Riedgemeinde eingeladen worden. Wie man das erreicht? ganz einfach, sagt er: „Die suchen im Internet nach jemand versiertem und wenn man wie wir mit unserer Firma dort gut und an einer Stelle weit vorn im Register verzeichnet ist, wird man kontaktiert.“ Eigentlich hatte er schon einmal werbetechnisch das Fernsehen eingesetzt, aber keine guten Erfahrungen gemacht. Deshalb wollte er dieses Medium eigentlich nicht mehr nutzen. „Aber dann hat man mir ausführlich erklärt, dass dies eine Live-Sendung sei und ich direkt Rede und Antwort stehen kann. Das gibt einem natürlich die Möglichkeit, das Fachgebiet ganz anders zu präsentieren.“ Das „Behandlungsspektrum“ des Schädlingsexperten reicht von Bettwanzen bis hin zur Rattenbekämpfung, was den Pflanzenschutz, den Gesundheits- und den Bautenschutz beinhaltet. Auch Fragen zur Prävention eines drohenden Schädlingsbefalls kann man durch einen Spezialisten klären lassen. Dass seine Arbeit auch gefährlich sein kann sieht man daran, dass er sich bei einem Einsatz zur Wespenentfernung beide Beine gebrochen hat. Trotzdem trat er im Fernsehen auf. „Ganz wichtig ist es, den Negativtouch unseres Berufsstandes in Deutschland auszumerzen“, erklärt er dann auch gleich, „denn zum Beispiel in den USA werben Hotels damit, dass der Betrieb sauber sei eben auf Grund der Tatsache, dass ein Kammerjäger quasi zum Inventar gehört. Da müssen wir in Deutschland auch hinkommen.“ Seit einiger Zeit müssen Schädlingsbekämpfer, die sich selbstständig machen wollen, eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) ablegen. „Das ist absolut in Ordnung“, findet Müller, denn hier werde auch das umfangreiche Wissen um den Einsatz von chemischen, biologischen und mechanischen Mitteln in der Bekämpfung geprüft. „Beste Voraussetzung für den Kunden, der dann eine gute Beratung und Hilfe erhält“ und sicher sein kann, dass der Schädling und nicht etwa Haustiere oder Nützlinge in Mitleidenschaft gezogen werden. In der Sendung an sich wurden ihm hauptsächlich Fragen zu „alltäglichen“ Plagegeistern wie Wespen, Ameisen, Kellerasseln oder Mottenbefall vor allem bei Lebensmitteln gestellt. „Manchen kann man ganz einfach mit doppelseitigem Klebeband schon Einhalt gebieten, bevor man mit harten Geschossen daran gehen muss“, weiß Müller als Tipp zu geben. Grundsätzlich, und darauf beharrte er mehrfach, ist es für ein seriöses Unternehmen wichtig, die Art des Insekts/Schädlings zu bestimmen. In der Vielfalt der Arten verbirgt sich auch die differenzierte Vielfalt der Bekämpfung, denn was zum Beispiel dem Katzenfloh den Garaus macht kratzt den Vogelfloh überhaupt nicht. Das zeigt, dass eine Schädlingsbestimmung ausschlaggebend für den Erfolg der Bekämpfung ist. Die Bestimmung ist in der Regel kostenfrei und einfach zu bewerkstelligen: einfach den heimischen Übeltäter in eine Filmdose sperren und dem Fachbetrieb zuführen, dort wird herausgefunden, um was es sich handelt und die richtige Vernichtungsmethode empfohlen und gegebenenfalls durchgeführt – Beratung ist alles in diesem Geschäft. Eine ganze Stunde lang nach der Sendung noch kamen Fragen aus dem gesamten Bundesgebiet per Telefon an ihn heran. „Es war eine gute Sache das gemacht zu haben“, resümierte er Tags darauf, „ich denke ich konnte einer breiten Masse Menschen damit klar machen, dass es durchaus nichts Negatives ist, einen Kammerjäger zu beauftragen.“