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30 Jahre Schädlingsbekämpfung

GEWÖHNLICHER MEHLKÄFER (TENEBRIO MOLITOR)
Gewöhnlicher Mehlkäfer (tenebrio molitor)
Aussehen

Die Mehlkäfer sind erst braun, werden im Laufe der Zeit aber immer dunkler bis Schwarz und besitzen aus Punkten gebildete Streifen auf den Flügeldecken. Sie erreichen eine Größe von 13 bis 20 mm.

Vorkommen, Lebensweise

Der Gewöhnliche Mehlkäfer stammt zwar aus Europa, ist aber mittlerweile über die ganze Welt verbreitet, insbesondere über die gemäßigte Zone.

Er ist ein typischer Schädling, der heutzutage im Haushalt seltener vorkommt, da Mehl nicht mehr langfristig gelagert wird. Der Käfer befällt hauptsächlich Mühlen, Mehlvorratslager und Bäckereien.

Das Weibchen legt 160-280 Eier, diese sind weiß, 1,8 mm lang, bohnenförmig und haben eine klebrige Oberfläche.. Die Larve schlüpft nach etwa 15 Tagen und häutet sich während ihres Wachstums 9-20 mal, wobei allmählich ihre Farbe von Weiß über Gelb in ein sattes Gelbbraun wechselt. Gegenüber Nahrungsmangel ist sie sehr widerstandsfähig, sie kann bis zu 9 Monate hungern.

Die Larvenentwicklung kann über 600 Tage dauern, der gesamte Zyklus rund 650 Tage. Dieser lange Zeitraum ist sicher mit ein Grund dafür, dass der Mehlkäfer nicht zu den gefürchtetsten Materialschädlingen zählen.

Die Imagines sind Nachtlebewesen, tagsüber verbergen sie sich in dunklen Winkeln und Spalten. Die größeren Larven sind sehr aktiv und entfernen sich oft einige Dutzend Meter vom Ort ihrer bisherigen Entwicklung.

Auch wenn man weder einen erwachsenen Mehlkäfer noch eine Larve entdeckt, erkennt man befallenes Mehl eindeutig an den typischen gelben Fetzen der Larvenexuvien, die ein normales Mehlsieb leicht auffängt.

Erkrankungen

Es ist möglich, dass die Mehlkäferlarve Bakterien auf die Nahrungsmittel überträgt. Überdies kann sie Zwischenwirt für verschiedene Bandwurmarten sein, wobei die Infektion dann durch orale Aufnahme erfolgt, wenn ganze oder auch zerkleinerte Mehlkäferlarven in Getreideprodukten enthalten sind.