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30 Jahre Schädlingsbekämpfung

Ratten / Wanderratte ( rattus norvegicus )

Tipps zur effektiven RattenbekämpfungIn unseren Städten und Gemeinden leben Ratten hauptsächlich in den Abwasserkanälen, wo sie sich von Küchenabfällen ernähren. Bricht ein Abwasserrohr, so können die Ratten durch diese Öffnungen in angrenzende Räume usw. Eindringen, und verursachen dann erhebliche Schäden.Unter günstigen Bedingungen vermehrt sich die Wanderratte das ganze Jahr und ist überaus fruchtbar. Ratten können im Laufe eines Jahres etwa 800 Nachkommen hervorbringen. Ratten leben in Rudeln und erkennen sich am Geruch. Sie sind scheu und meist im Schutz der Dunkelheit aktiv. Sie wagen sich selten auf offene Plätze, sondern bewegen sich entlang von Mauern und Wänden. Sie fühlen sich fast überall wohl, sind aber hauptsächlich an Wohnhäuser, Lager und Ställe gebunden, wo sie feuchte Orte vorziehen. Die Wanderratte ist ein Allesfresser. Gesundheitliche Bedeutung

Neben der wirtschaftlichen Bedeutung spielen Ratten auch eine ernste Rolle als Überträger von Erregern gefährlicher Krankheiten bei Mensch und Tier. ( Tollwut, Salmonellosen, Pest, Toxoplasmosen, Weil'sche Krankheit u.s.w. .......)

Schäden durch Ratten
Ratten verursachen große wirtschaftliche Schäden. Sie vernichten ca. 25% der Welternten durch Fraß oder Verunreinigung. Des weiteren verursachen sie gewaltige Schäden durch Fraß an Kabeln usw., was den Absturz von Anlagen, und so z.B. Produktionsausfall, Brände ...... zur Folge hat.

Bekämpfung von Ratten = Rattenbekämpfung
Die Auslegung der Rattenköder ( Rattengift ) muss grundsätzlich geschützt, d.h. in Köderboxen oder in Köderstationen erfolgen, um einem Zugriff von Kindern und Haustieren so weit wie möglich vorzubeugen. Die Anzahl der Köderstellen hängt von den jeweiligen Gegebenheiten ab. Im Außenbereich sollte jedoch mindestens eine Köderstation je 100 m² aufgestellt werden. Bei unübersichtlichem Gelände mit Hecken, Abstellflächen und Kompostern entsprechend mehr. Die Ködermenge ( Rattengift ) sollte ca. 200 Gramm pro Köderstation betragen. Bei der Bekämpfung sind die ausgelegten Rattenköder 1 bis 2 mal wöchentlich zu kontrollieren und die angenommenen Köder solange nachzulegen bis nichts mehr angenommen wird. Es ist hierbei immer auf Frische und Attraktivität der Köder zu achten. Ratten sind sehr wählerisch und verweigern oftmals ältere unattraktive Köder. Rattenköder / Fallen nie im direkten Bereich der gefundenen Kotspuren aufstellen. Es kann unter Umständen vorkommen das Rattenköder oder Rattenfallen erst nach 10 - 14 Tagen angenommen werden. Wird ein Köder oder eine Falle überhaupt nicht angenommen, muss ein anderer Köder gewählt oder die Falle an einer anderen Stelle platziert werden. Im Innenbereich oder im direkten Wohnbereich sollten zuerst hochwertige Schlagfallen aus Kunststoff bevorzugt werden. Aber auch hier gilt besondere Vorsicht. Kommen Haustiere oder Kinder mit den Fallen in Kontakt können massive Verletzungen durch das Zuschlagen der Fallen entstehen. Profi-Fallen sind nicht mit den herkömmlich bekannten Schlagfallen zu vergleichen. Die Schlagwirkung ist stärker. Als Köder für die Fallen hat sich z.B. Nutella bestens bewährt.Bei jeder Rattenbekämpfung sollten immer Schutzhandschuhe getragen werden um möglichen Infektionen vorzubeugen. Ratten und Mäuseköder dürfen nur zugriffsgeschützt in sogenannten Köderstationen ausgebracht werden, um eine Aufnahme durch Kinder oder Nichtzieltiere zu verhindern.Als Wirkstoffe ( Gifte ) bei der Rattenbekämpfung haben sich in den letzten Jahren vor allem Mittel durchgesetzt, die in den Blutgerinnungsprozess der Schadnager eingreifen. Der Einsatz dieser Mittel ist höchst wirksam und die Umweltbelastung ist massiv reduziert. Ratten- und Mäuseköder mit diesen Wirkstoffen wirken mit Verzögerung und ohne qualvollen Todeskampf.

Die wichtigste Eigenschaft eines Köders ist die Attraktivität des Lockstoffes. Ist der Köder für Ratten und Mäuse unattraktiv so nützt auch der beste Wirkstoff nichts wenn der Köder nicht angenommen wird.
Professionelle Köder gewährleisten diese Attraktivität in höchstem Maße.

Da Ratten und Mäuse je nach Lebensraum verschiedene Köder bevorzugen, muss bei der ersten Bekämpfung ( Grundbehandlung ) zu aller erst die Vorliebe der Schadnager ermittelt werden. Hierzu sollten mindestens 2 verschiedene Köder zum Einsatz kommen. Aufgrund der Köderannahme wird dann der Köder für die weitere Bekämpfungsmaßnahme gewählt. Bei der Rattenbekämpfung ist zu berücksichtigen das es aufgrund der z.T. ausgeprägten Neophobie ( Angst vor Neuem ) unter Umständen bis zu 2 Wochen dauern kann bis diese den Köder annehmen.


Attraktivität verschiedener Köderarten für unterschiedliche Tiere













 
 
 
 
 
 
 
Art des KödersHausmausWanderratteHausratteWühlmausHundeVögel
Paste+++++
+++++
+++
++++
+++++
(+)
Köderblöcke++++
++++
+
+
(+)
(+)
Pellets+++
+++
++
++
(+)
+
Ködergemisch im Portionsbeutel++
++
++
++
(+)
(+)
Getreidekörner++
++
++
++
(+)
+++


Die Wirksamkeit von Giften wird über die sogenannte LD 50 gemessen. Dies ist Ködermenge in Gramm gemessen, die bei einmaliger oraler Aufnahme des Giftes bei 50 % der Tiere einer Versuchsgruppe zum Tode führt.


Die tödliche Dosis bei einmaliger Köderaufnahme ( LD 50 ) in Gramm Fertigköder bei einem durchschnittlichem Körpergewicht von:

Konzentration (%)
0,025%
0,005%
0,005%
0,005%
, ca. 250 gr.
, ca. 25 gr.
, ca. 15 kg
, ca. 3 kg
, ca. 3 kg
, ca. 70 kg
, ca. 50 kg
, ca. 1,5 kg
WirkstoffWarfarinDifenacoumBromadiolonBodifacoum
Ratte186 gr.
9 gr.
5,6 gr.
1,3 gr.
Maus37,4 gr.
0,4 gr.
0,8 gr.
0,2 gr.
Hund1200 - 3000 gr.
15000 gr.
3000 gr.
45 - 1000 gr.
Katze72 - 480 gr.
6000 gr.
1500 gr.
1500 gr.
Kaninchen9600 gr.
120 gr.
60 gr.
17,4 gr.
Schwein280 - 1400 gr.
40000 - 100000 gr.
4200 gr.
700 - 2800 gr.
Schaf 
100000 gr.
 
25000 gr.
Huhn4800 gr.
1500 gr.
180 - 480 gr.
30 –300 gr.


Die Giftwirkung erhöht sich erheblich, wenn die Tiere den Köder mehrere Tage nacheinander aufnehmen, d.h. die notwendige letale ( tödliche ) Dosis verringert sich enorm.



Wirkstoffe
Difenacoum das bereits bei einmaliger Aufnahme blutgerinnungshemmend wirkt. Starke Wirkung gegen Hausmäuse gegen Ratten weniger stark. Die Giftwirkung bei Hunden, Katzen und Schweinen ist gering.

Bromadiolone das bereits bei einmaliger Aufnahme blutgerinnungshemmend wirkt. Optimale Wirkung besonders bei Ratten. Hier ist weiterhin die ausgeprägte Mumifizierungswirkung = Austrocknung zu erwähnen. Geeignet gegen alle Mäuse. Die vorhandenen Kanten an Köderblöcken, fördern extrem die Nagetätigkeit der Ratten und Mäuse. Dies beschleunigt wiederum den Bekämpfungserfolg.

Brodifacoum den stärkste Blutgerinnungshemmer der heute verfügbar ist. Der Tod tritt allgemein schneller ein als bei allen anderen Gerinnungshemmern. Hochwirksam auch bei resistenten Arten.

Einschränkungen der Giftwirkung

Die Wirkung von Antikoagulantien wird durch die Aufnahme der Vitamine K1 und K3 negativ beeinflusst. Diese Vitamine finden sich u.a. in Getreide und werden auch beim Gärungsprozess von Silage gebildet. Wenn Ratten und Mäuse an diesen Produkten fressen ist mit einer längeren Bekämpfungsdauer zu rechnen.